CARSTEN RACHOW GEISTiges Heilen

Heilt der Heiler oder der Himmel?

Diese Frage ist - zugegebenermaßen - nicht so leicht zu beantworten. Die Antwort hängt stark davon ab, was wir unter den Begriffen "Heilung", "Heiler" und insbesondere "Himmel" verstehen wollen. Noch mehr hängt die Antwort aber von unserer Erwartung, oder allgemeiner: von unserem Bewusstsein ab. Denn wenn Sie die Erwartung in sich spüren, hier müsse es doch sicherlich eine einzig "richtige" Antwort geben (etwa: "Der Himmel heilt."), dann haben Sie ein anderes Bewusstsein als derjenige, dem spontan etwa dieser Gedanke kommt: "Oh, hier gibt es vermutlich viele mögliche Antworten. Und jede hat ihre Berechtigung, jede Perspektive will uns etwas mitteilen."

 

Jedes menschliche Bewusstsein entwickelt sich über gut erforschte Stufen oder Ebenen. Höhere Ebenen sind umfassendere Ebenen der Erkenntnis und des Seins; ihnen ist mehr vom Kosmos "innerlich" als niedrigeren Ebenen. Jede Ebene hat ihre berechtigte Sicht, ihre eigene Perspektive - und es kommt darauf an, alle Perspektiven zu würdigen und nicht eine als die einzig "richtige" auszurufen. Glaube ich etwa an starke äußere Kräfte und an das heilsame Wirken starker Persönlichkeiten, so wird es wohl Gott oder der Himmel sein, der durch den Heiler wirkt und mich auf mysteriöse Weise heilt. Glaube ich mehr an rationale Wissenschaft, an Quantenphysik und neuronale Netzwerke, so vermag ich vielleicht in den Selbstheilungskräften des Körpers den wahren Heiler erkennen. Und so weiter und so fort: Jede Stufe hat - jedenfalls teilweise - Recht. (Siehe dazu auch: "Spirituelle Erfahrungen - warum es viele Christusse gibt")

 

Natürlich gibt es ein verbindendes Muster zwischen allen Stufen und Sichtweisen: Egal, auf welcher Stufe ich mich befinde, immer haben wir es dem "Innen" und dem "Außen" zu tun, also mit sich entwickelndem Bewusstsein (Innen) und mit sich entwickelnden Energien oder Körpern oder Hüllen (Außen). Wenn wir beides zusammenbringen, erkennen wir vielleicht die Herkunftsquelle und die Vielfalt möglicher Antworten, die alle ihre Berechtigung haben. Und so können wir sagen: Ja, es ist tatsächlich der Heiler, der heilt. Ja, es ist tatsächlich der Patient, der sich selbst heilt, und ja, es gibt auch ein heilendes WIR (Heiler und Patient), das heilt. Es gibt sogar ein heilendes Trio, nämlich Heiler, Patient und ein höheres, gemeinsames Bewusstseinsfeld. Und wo bleibt hier der Himmel, wo bleibt Gott? - Nun, eine dieser Stufen würde darauf etwa so antworten: 

 

"Wie könnte Gott oder GEIST nicht anwesend sein, wenn doch Sie und ich anwesend sind ..."

 

Ihr

Carsten Rachow

Gedanken über Heilung, Geist und subtile Energie-Körper

(von Carsten Rachow)

 

Ich verstehe meine Behandlung als eine energetische "Alle-Ebenen"- oder "Alle-Körper"-Behandlung.  Sie löst energetische Blockaden beim Klienten und erhöht damit die Kraft der ihm zur Selbstheilung verfügbaren Energien. Sie führt ihm zusätzliche Energien zu ("Energieübertragung") und entlastet damit die Energiereserven des Körpers. 

 

"Alle-Ebenen"-Behandlung bedeutet, dass ich alle dem Klienten zur Verfügung stehenden Energiekörper oder Hüllen oder Ebenen beeinflusse (z.B. die physikalische-körperliche, die vital-emotionale und die seelisch-mentale Ebene). Hört sich dramatisch an, ist aber ziemlich trivial, denn: Alle diese energetischen Ebenen oder Hüllen existieren, weil der Klient und ich existieren (würde auch nur eine Ebene/Hülle fehlen, hätten er/sie oder ich ein existenzielles "big problem", okay?). Wir können also den Kontakt, die Berührung oder die Verbindung aller Ebenen gar nicht vermeiden. Der Punkt ist weniger die "energetische Beeinflussung" (die findet ohnehin statt, wenn zwei Menschen sich begegnen), sondern vielmehr die energetische Stärke dieses Kontakts sowie die helfende Qualität und Tiefe der Information, die mit dieser Energie vermittelt wird . Die übertragene Information hat, so glaube ich, sehr viel zu tun mit messbarer energetischer Lebenskraft (oder élan vital, prana) sowie mit "innerer Ordnung" (auf Seiten des Heilers) und mit Qualitäten wie Vertrauen, Annahme, Entspannung und Zuversicht auf Seiten des Klienten.

 

(Mehr über die energetischen Körperhüllen sowie die Beziehungen von Bewusstsein und Energie finden Sie in der "Theorie der subtilen Energien", Teil II: Integrale Theorie - Energie, Bewusstsein und Quantenwirklichkeit (insbesondere in Abb. 4 "Das Burr-Diagramm der Energiefelder") sowie hier: Ich soll 3 Körper haben? Wollen Sie mich auf den Arm nehmen?)

 

Die immer besser erforschten Beziehungen zwischen Bewusstsein und subtilen Energien ermöglichen es uns, das Phänomen "Geistiges Heilen" zumindest theoretisch vom Himmel auf die Erde zu holen. Vieles an der erwiesenen geistig-energetischen Heilwirkung ist noch unklar (z.B. das Thema "Information"), aber das bedeutet wenigstens für mich und einige andere integrale Denker nicht, dass wir es mit Magie oder "übernatürlichen" Phänomenen zu tun haben. An der Heilwirkung ist gerade so viel "Meta-physisches" oder "Göttliches", wie Sie persönlich hinein interpretieren möchten - nötig ist es meines Erachtens nicht. (Im Gegenteil: Manchmal schadet eine allzu mythisch-religiös gefärbte Klienten-Sicht, die etwa versucht ist, im Heiler einen "kleinen Jesus" zu erkennen und deshalb eine möglichst schnelle Wunderheilung erwartet. Die kann auch eintreten - aber wenn die seltene Ausnahme in die Erwartung einer wundersamen Regel umgedeutet wird, scheitert der Heilungsprozess. Manchmal braucht es 10, 20 oder mehr Behandlungen ...) 

 

Wir wissen heute definitiv, dass bei geistigem Heilen alle heilenden Qualitäten von mindestens einem Bewusstsein ausgehen müssen (entweder vom Heiler oder vom Klienten). Noch nie wurde ein Heilungsvorgang ohne die Anwesenheit eines Bewusstseins beobachtet. Jedes Bewusstsein aber wird begleitet, unterstützt und getragen von grobstofflichen, subtilen und sehr subtilen Energien (die ihrerseits teilweise bereits gemessen wurden). Diese Energien können, entsprechende Übung bzw. Veranlagung vorausgesetzt, nicht nur mit technischen Apparaten gemessen, sondern auch mit menschlichen Sinnen wahrgenommen, d.h. vor allem gefühlt werden. Und jeder Mensch kennt (ansatzweise) diese Energien bereits - aus seinem eigenen Gewahrsein. SIE KENNEN DAS - Sie wissen, wie sich "Vertrauen oder Mißtrauen" anfühlt, nicht wahr? Oder "Entspannung-Anspannung"? Sie wissen, wie sich "Lebenskraft oder Traurigkeit" anfühlt, Sie kennen den Unterschied zwischen "Gesundheit und Krankheit" in Ihrem eigenen Gefühl, oder etwa nicht? Das alles fühlen und registrieren Sie nur, weil Sie die mit diesen Zuständen verbundenen Energien spüren können. Und nichts davon geschieht im "meta-physischen Himmel", sondern alles passiert ganz real hier auf Erden - Gott sei Dank. Weil dem so ist, können Sie selbst z.B. sofort überprüfen, ob ein Heiler etwas in Ihnen bewirkt hat oder nicht: Sie fühlen es - wenn Sie die Verbindung und das Gefühl zulassen.

 

Der Heiler, das ist also immer auch das gefühlte "WIR" - das verbindende Band zwischen Heiler und Klient. Als Heiler rege ich zunächst meine Energien an oder bringe sie in Fluss, kurz: Ich aktiviere mich - und dadurch auch den Klienten, wenn er es sich selbst erlaubt. Weil der Klient und ich in einer Heilsitzung eine besonders intensive Verbindung eingehen, findet tatsächlich so etwas wie eine energetische "Übertragung" statt. Das Ergebnis kann der Klient sofort messen, indem er es fühlt - und Wissenschaftler und Ärzte, indem sie ihre Messgeräte anschalten. (Siehe dazu auch die wissenschaftlichen Tests, die ich mit viel Freude gemacht habe: Geistiges Heilen in Wissenschaft und Forschung)

     

Die Heilwirkung kann sofort, mit Zeitverzögerung oder in Phasen eintreten. Sie kann aber auch wieder nachlassen - oder der Körper produziert andere, neue Symptome. Ich glaube deshalb, dass sich kein Körper nachhaltig heilen kann ohne verändertes Denken und Fühlen. Deshalb ist es wichtig, dass der Klient - ausgelöst, angeregt oder unterstützt durch die Heilbehandlung - etwas in seiner Innerlichkeit neu justiert. Jesus z.B. rief den Menschen immer wieder zu:

 

"Metanoiete" - denkt um,

ändert eure Einstellung, eure Gefühle,

erwerbt euch eine neue Sichtweise.

 

Die für Gesundung und Genesung wohl wichtigste innere Veränderung, die der Klient selbst vornehmen kann, ist die hin zu mehr Lebenskraft, zu mehr Lebensfreude, zu mehr Vitalität - oder technisch formuliert: hin zu mehr Aktivierung von élan vital oder prana. Der Heiler wird bioenergetisch auch genau hier aktiv, weil er Energie gibt und damit aktivierend wirkt. Den wichigen "Rest" sollte der Klient selbst erledigen: Jeder Mensch weiß intuitiv um die wichtigsten Verbindungen, die in seinem Fühlen, Denken und Leben wieder hergestellt werden sollten (etwa Tanz, Musik, Sport, Gespräch, Spiritualität, Sexualität, Beziehung usw.), damit die eigene Vitalität wieder aufleben und sich entfalten kann.     

 

 

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