Geistige Einwirkung auf Materie - wie Heiler und Klient sich beeinflussen
Dr. med. Jakob Bösch ist einer der selten anzutreffenden fortschrittlichen Ärzte, die mit Heilern zusammenarbeiten und in eigenen Forschungsprojekten die Arbeit von Geistheilern in der Schulmedizin untersuchen. Seine Bücher sind lesenswert, enthalten viele interessante Informationen und regen zum Nachdenken an, weshalb ich Jakob Bösch hier sehr gerne empfehle.
Im folgenden Text verbindet Bösch objektive Forschungsergebnisse („Geist wirkt auf Materie“) mit den subjektiven Befindlichkeiten der Versuchspersonen („Entspannung, Freude und Mühelosigkeit“), was ich besonders spannend finde und in der Sprache des integralen Denkens so formulieren würde: Er verbindet das Äußerliche („Materie“) mit dem Inneren („Bewusstsein“) – und damit, wie wir bereits wissen, auch „äußerlich“ messbare Energien mit inneren Zuständen.
Ich habe den Text mit einigen Kommentaren angereichert, um das für geistiges Heilen Wichtige noch einmal zu akzentuieren. Jeder Heiler, aber auch jeder Hilfe suchende Klient, sollte hier einige Hinweise auf die möglichen Ursachen des „Wunders der Heilung“ entnehmen können.
Ihr
Carsten Rachow

Geistige Einwirkung auf Materie und Lebewesen
(gekürzt zitiert aus: Dr. med. Jakob Bösch, „Spirituelles Heilen und Schulmedizin“, AT-Verlag 2006;
fett gedruckte Hervorhebungen und blau-farbige Kommentare von Carsten Rachow)
Ein Boeing-Luftfahrtingenieur namens Helmut Schmidt kam offenbar als Erster auf die Idee, dass der Mensch auf direktem geistigem Wege Maschinen beeinflussen könnte, und er machte auch die ersten Forschungen. Dann war es die indianische Physikstudentin Brenda Dunne, die ihren Physikprofessor Robert Jahn, damals Dekan an der Princeton University, gewinnen konnte, entsprechende Experimente zu machen. …
Die bahnbrechenden Experimente von Jahn und Dunne, bekannt geworden unter dem Kürzel PEAR (Princeton Engeneering Anomalies Research), wurden von insgesamt 68 verschiedenen Forschern einige Hundert Mal wiederholt. Die für viele unglaubliche Tatsache, dass wir Maschinen beziehungsweise materielle Systeme geistig verändern können, bestätigte sich. Zwar ist der Einfluss schwach, … aber die Tatsache, dass wir auf direktem geistigem Wege Materie beeinflussen können, ist statistisch besser abgesichert als die, dass wir Menschen sterben müssen (Der Einfluss verstärkt sich signifikant, wie weiter unten noch gezeigt wird, wenn statt einer Mensch-Maschine-Beziehung eine Mensch-Mensch-Beziehung vorliegt. Die Gründe für die Verstärkung des geistigen Einflusses, wenn zwei Menschen aufeinander wirken, sollten wir mit dem Resonanzprinzip und mit dem Vorhandensein mehrerer energetischer Körper hinreichend erklären können). …
Die Bedeutung dieser Forschungsergebnisse für unser Welt- und Menschenbild und insbesondere für die wissenschaftliche Forschung ist bisher nur von wenigen Menschen erkannt worden. Interessanterweise hat jeder Mensch sein individuelles Muster (oder: seine individuellen energetischen Körper oder Hüllen). Die Forscher können bei mehreren Experimenten aufgrund der Resultate eine Versuchsperson, die bereits frühere Versuche gemacht hat, wieder erkennen. Menschen, die gemeinsam arbeiten, haben wiederum ein eigenes Muster, das nicht der Summe der beiden Einzelmuster entspricht, sondern irgendwie eine eigene Ganzheit bildet (Diese neue „Ganzheit“ ist keine neue quantitative Ganzheit im Sinne von „Sie hat mehr als ihre Teile“ – horizontal gedacht -, sondern sie ist – vertikal gedacht - eine qualitativ neue Ganzheit auf einer höheren Ebene, die alle ihre niederen Teile umfasst, einschließt und integriert. Und sie ist tatsächlich „neu“, weil sie auf ihrer höheren Ebene neue Qualitäten enthält, die nicht auf die Qualitäten ihrer Junior-Ebenen reduziert werden können – das „Wunder der Emergenz“). Der Effekt zweier Menschen ist ungefähr sieben Mal stärker als von einer einzelnen Person (Was schon Jesus mit dem Hinweis auf eine zusätzliche „dritte Kraft“ so ausdrückte: „Wenn zwei von euch zusammen sind, bin ICH - der höhere Geist, der heilige Geist - mitten unter euch.“). Gemischtgeschlechtliche Paare haben eine stärkere Wirkung als gleichgeschlechtliche, und von diesen sind wiederum diejenigen, die eine von Herz zu Herz gehende Vertrauensbeziehung haben, am erfolgreichsten. Die Ergebnisse lassen sich so interpretieren, dass zwei Menschen zusammen ein neues eigenes Bewusstseinsfeld erschaffen, welches sein eigenes Muster bildet, das mit keinem anderen Muster identisch ist (Bedeutet: Heiler und Klient gehen gemeinsam ein inniges Vertrauensverhältnis ein und schaffen gemeinsam ein neues und auf immer noch ungeklärte Weise „heilendes“ Feld. Unterstellen wir einmal, der Heiler sei erfahren genug, um seine optimale innere Haltung – seinen „heilenden“ Bewusstseinszustand - in allen Behandlungssituationen finden zu können, dann wird deutlich, wie wichtig die innere Haltung des Klienten für den Behandlungserfolg ist. Ein erfahrener Heiler spürt sofort, ob und wie er zunächst die innere Haltung eines Klienten behutsam beeinflussen sollte oder ob er gleich „in die Verbindung“ gehen kann).
Je weniger die Versuchspersonen sich bemühen, den Kontakt mit dem Zufallsgenerator (aus den PEAR-Experimenten, Anm. CR) intellektuell und willentlich herzustellen, desto erfolgreicher sind sie (Interessant, nicht wahr? Denn: In welchen Zustand geraten Sie, wenn Sie – in der Rolle des Heilers - Intellekt und Wille nahezu völlig „ausschalten“? Was erwartet Sie „hinter“, „unter“ oder "über" Wille und Verstand? – Könnte es vielleicht unbedingtes Vertrauen sein, ein nicht-zitterndes Selbst-Vertrauen ohne ein Gefühl des Zweifels …?). Die meisten Menschen spüren zuerst die Verbindung, auch wenn sie geringfügig ist. Meistens verringert sie sich dann, und wenn die Versuchsperson sich zunehmend Mühe geben, wächst die Frustration, und die Wirkung lässt sich nicht mehr erzielen. Wenn die Versuchspersonen sich jedoch entspannen, mit Spass am Experiment teilnehmen und die Verbindung entspannt geschehen lassen, vielleicht die Maschine durch sanfte Ermutigung oder mit einem Scherz zur Kooperation anspornen, kehrt die Wirkung zurück, oft stärker als zuvor (Ersetzen Sie bitte hier „Maschine“ durch „Klient“ und Sie verstehen, warum eine möglichst stressfreie, völlig entspannte Atmosphäre so wichtig ist für den Heilerfolg). Eine der erfolgreichsten Teilnehmerinnen saß einfach neben der Maschine, entschied sich, in welche Richtung sich die Zufallszahlen verändern sollten, aß Vanillejoghurt und las. Die Versuchsleiterin, Dr. Dunne, meinte scherzhaft, sie hätte fast gedacht, der Vanillejoghurt sei die Ursache gewesen (Erfahrene Heiler schnippen einfach mit den Fingern, und der Schmerz verschwindet – ein Wunder? Oder die intuitiv richtig eingeschätzte energetische Atmosphäre, die zweifelsfreie hellfühlige Wahrnehmung des bereits vorhandenen „heilenden“ Bewusstseinsfelds, das jetzt nur noch eines Impulses, eines aktivierenden Auslösers bedarf?).
* * * * *
„Bei mir war es kein Vanillejoghurt, sondern das – im Geiste vollzogene - lustvolle Herumplantschen in der Wasserprobe, das mir im Fernbehandlungstest ein herausragendes Ergebnis brachte (siehe: Fernbehandlungstest). Und wenn Sie einmal Christos Drossinakis beim Heilen erlebt haben, dann wissen Sie, was ich mit „unbedingtem und nicht-zitterndem Selbstvertrauen“ meine. Das „heilende“ gemeinsame Bewusstseinsfeld ist jedenfalls nicht oder kaum herstellbar, wenn der Heiler müde, gestresst und sich seiner Sache unsicher ist – oder der Klient im Grunde seines Herzens eine Heilung für unmöglich hält und „nur mal zum Testen vorbeigekommen ist“. (Ein Hinweis, den alle mit ehrenwerten Absichten arbeitenden Verbände bedenken sollten, wenn sie als Klienten getarnte Prüfer zu Heilern schicken, um deren Qualität zu erkunden. Welches gemeinsame, qualitativ höhere Bewusstseinsfeld soll hier eigentlich entstehen, wenn das Verhältnis zwischen unwissendem Heiler - der nicht weiß, dass er überprüft wird - und sich verstellendem Prüfer - der weiß, dass er täuscht - durch das „Gift der Unwahrheit“ getrübt ist?)
Gerade unerfahrene Heiler versuchen häufig in helfenwollender Absicht, ihre frisch entdeckten Fähigkeiten jedem anzubieten, der „nicht bei 3 auf den Bäumen ist“. Da wird dann, um den brennenden eigenen Wunsch nach Praxis und nach Heilerfolgen zu befriedigen, der Wert der eigenen Leistung auf Null reduziert (man beachte hier die Perspektive des Klienten, nicht die des angehenden Heilers) und honorarfrei die Hand aufgelegt oder, sehr häufig ebenfalls als „kostenloses“ Angebot anzutreffen, aus der Ferne 50-, 80-, 100-mal geistig eingewirkt – und enttäuscht festgestellt, dass der ersehnte Heilerfolg ausbleibt. Das ist naiver Subjektivismus, der noch keine Ahnung von der heilenden Kraft des WIR und von der energetischen Macht des Subtilen hat (Ich weiß wovon ich rede, denn ich habe es anfangs genau so gemacht).
Der „nicht-zitternde“, nicht-zweifelnde, sich selbst-vertrauende Heiler schafft gerade durch diese subtile energetische Ausstrahlung die Voraussetzungen für ein qualitativ höheres Bewusstseinsfeld, das dann fähig ist, beide – Heiler und Klient – zu integrieren und zu verbinden. Wenigstens für den Heiler bedeutet dies, ein „gesundes Ego“ entwickelt zu haben (siehe dazu auch: „Über das gesunde Ego“) und auch einmal „Nein“ sagen zu können (etwa zu dem Verlangen, kostenlos zu arbeiten) sowie auch einmal abwarten zu können (etwa darauf, dass es der Klient ist, der mit der vagen Hoffnung, geheilt werden zu können, auf ihn zukommt). Beides, "Nein" zu sagen und abzuwarten, sind übrigens "knallharte" Werturteile, wie jede Entscheidung eine Wertung, ein Urteil voraussetzt über das, was jetzt "richtig" oder "falsch", "angemessen" oder "unangemessen" sein könnte.
Wie dem auch sei, jedenfalls scheint es mir mehr und qualitativ bessere Indizien zu geben für einen signifikanten Zusammenhang zwischen gesundem Ego, urteilendem Verstand, anstrengungslosem Bewusstsein und vertrauender Selbstsicherheit einerseits (der Heiler) sowie heilenden Erwartungen und Wirkungen andererseits (der Klient) als etwa für die von manchen in narzisstischer Selbstliebe badenden Protagonisten in Aussicht gestellten Heilwirkungen, deren Erscheinen sich auf magische Weise fast wie von selbst einstellen sollen, wenn nur erst jede Zelle im Körper des Klienten vor "göttlicher Liebe" trieft, der Klient auf alles Bewerten und Urteilen im Namen der "Liebe, die ja wertfrei ist", verzichtet und er im übrigen natürlich anerkennt, dass der Heiler für einen eventuellen ausbleibenden Heilerfolg grundsätzlich nicht zu verantworten ist, da er ja nur "der leere Kanal" für die heilende Energie sei, sein Ego also eigentlich ja gar nicht anwesend sei (Puuh, was für ein Satz ...). Mit anderen Worten: Der Klient ist selbst dran schuld, wenn es nicht klappt.
Aber ich kann mich hier natürlich auch irren, und falls es so sein sollte, bin ich der Erste, der öffentlich das Gegenteil behauptet. Versprochen.“